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Internationales Familienrecht

 

Das internationale Familienrecht ist innerhalb der EU durch eine Vielzahl von Abkommen und Verordnungen geregelt. Daneben enthält auch das nationale Recht Festlegungen zur Zuständigkeit und zur Anwendbarkeit des hiesigen Rechts bei ausländischen oder binationalen Familienkonstellationen.

 

Unabhängig von der Nationalität der Ehegatten kann eine Ehe in Deutschland geschieden werden, wenn die Ehegatten bzw. zumindest ein Ehepartner hier seinen Wohnsitz hat. Nach der im Jahr 2012 in Kraft getretenen sogenannten Rom-III-Verordnung, auf die sich die Europäische Union verständigt hat, gilt für das Scheidungsverfahren dann auch deutsches Recht, sofern die Ehegatten nicht übereinstimmend das Recht eines anderen Staates wählen.

 

Für mögliche Folgesachen wie Unterhalt, Sorgerecht oder vermögensrechtliche Ansprüche gilt dies nicht. Diese richten sich nach weiteren Einzelverordnungen bzw. nach den nationalen Verweisungsbestimmungen.

 

In Fällen internationaler Kindesentführung gilt in Deutschland das Haager Kindesentführungsübereinkommen (HKÜ). Dieses stellt sicher, dass bei einer grenzüberschreitenden Kindesentführung zunächst die Rückführung des Kindes an seinen früheren Lebensmittelpunkt erfolgt. Allerdings sind nicht alle Staaten bereits diesem Übereinkommen beigetreten.