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Gesetzliche Erbfolge

 

Sofern Sie Ihre Erbfolge nicht durch ein Testament oder einen Erbvertrag regeln, gilt die gesetzliche Erbfolge. Danach erben Verwandte, entsprechend ihrem Verwandtschaftsgrad zum Verstorbenen. Verwandte erster Ordnung sind die Kinder, an die Stelle verstorbener Kinder treten deren Kinder. Verwandte zweiter Ordnung sind die Eltern, an die Stelle der verstorbenen Eltern treten deren Kinder, d.h. Geschwister oder Halbgeschwister des Erblassers. In der dritten Ordnung sind dann die Großeltern und wenn diese bereits verstorben sind, Onkel und Tanten des Erblassers. Die Verwandten zweiter Ordnung kommen erst zum Zuge, wenn Verwandte erster Ordnung nicht vorhanden sind. Entsprechendes gilt für weiter entfernte Verwandte.

 

Neben Verwandten wird auch der Ehegatte oder eingetragene Lebenspartner gesetzlicher Erbe. Die gesetzliche Erbquote des Ehegatten ist je nach Güterstand, in dem die Ehegatten gelebt haben, und nach den zur Erbfolge gelangenden Verwandten des Verstorbenen unterschiedlich. Im häufigen Fall der Zugewinngemeinschaft beträgt die Quote des Ehegatten beispielsweise 50 %. Allerdings wird der Ehegatte nicht Erbe, wenn die Ehe beim Tod des Erblassers bereits aufgelöst war oder die Voraussetzungen der Ehescheidung vorlagen und der Erblasser die Scheidung beantragt oder ihr zugestimmt hat.

 

GEMEINSCHAFTLCHES TESTAMENT/ EHEGATTENTESTAMENT