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Auflage

 

Der Erblasser hat die Möglichkeit in seiner letztwilligen Verfügung einen Erben oder einen Vermächtnisnehmer mit einer Auflage zu beschweren. Dieser ist dann verpflichtet. Zum Beispiel kann der Erblasser das städtische Tierheim als Erbe einsetzen mit der Auflage, sich um die Verpflegung seiner Hunde zu kümmern.

 

Im Unterschied zum Vermächtnis gibt die Auflage dem durch sie Begünstigten aber keinen eigenen Anspruch auf Erfüllung. Setzt zum Beispiel der Erblasser seinen Bruder zum Alleinerben ein mit der Auflage, dem dauerhaft verschuldeten Sohn einen monatlichen Geldbetrag zukommen zu lassen, hat der Sohn keinen eigenen Anspruch. Der Vorteil ist, dass die Gläubiger des Sohnes dann nicht die Auflage vollstrecken können. Die Auflage ist daher ein geeignetes Mittel einem verschuldeten Nachkommen einen Vermögensvorteil zukommen zu lassen. Ähnliches gilt für die Versorgung Behinderter.

 

Um die Erfüllung einer Auflage gleichwohl zu gewährleisten, wird häufig die Erfüllung der Auflage zur Bedingung der Einsetzung als Erbe oder Vermächtnisnehmer gemacht. Daneben können ein vom Erblasser eingesetzter Testamentsvollstrecker und auch die Erben, verlangen und durchsetzen, dass der mit der Auflage Beschwerte die Auflage erfüllt.

 

GEMEINSCHAFTLCHES TESTAMENT/ EHEGATTENTESTAMENT